Energieversorgung/Windenergie

Die Windenergie hat für den Ausbau der erneuerbaren Energien eine herausragende Bedeutung. Am 04. November 2015 hat das Land NRW einen neuen Erlass für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen (Windenergieerlass 2015) verabschiedet. Städte und Gemeinden müssen auf der Ebene der Flächennutzungspläne Konzentrationszonen für die Windenergie ausweisen, innerhalb derer Windenergieanlagen als Einzelprojekte oder im Rahmen von Windparks genehmigt werden. Unsere Leistungen in diesem Zusammenhang sind:

 

  • Erarbeitung von Windenergiekonzepten für die Ausweisung von Windkonzentrationszonen
  • Erarbeitung Artenschutzrechtlicher Fachbeiträge, Umweltbeiträge und Landschaftspflegerischer Begleitpläne im Zusammenhang mit Windenergie
  • Faunistische Kartierung windenergierelevanter Artengruppen wie Vögel und Fledermäuse
  • Durchführen von Landschaftsbildanalysen

Ausgewähltes Projekt:

Artenschutzprüfung und faunistische Kartierung zur Errichtung einer WEA in Bielefeld

Ein regionaler Energieversorger plant die Errichtung einer WEA in einer Konzentrationszone. Im Rahmen der diesbezüglichen Artenschutzprüfung kartierten wir die windenergierelevanten Vogelarten mittels einer Brutvogelkartierung und einer Horstsuche. Die Fledermäuse wurden durch den Detektor sowie das ›Ballooning‹ nachgewiesen, bei dem ein Aufzeichnungsgerät mittels eines Heliumballons an den Ort und auf die Höhe der späteren Nabe des Windrades platziert wird, um die Höhenaktivitäten der Tiere zu untersuchen. Im Weiteren wurde an einer bereits in der Nähe bestehenden Anlage eine Schlagopfersuche durchgeführt, bei der nachgewiesen werden sollte, inwieweit die geplante WEA eine konkrete Gefahr für die örtlichen sowie die durchziehenden Populationen darstellt. Da im Untersuchungsgebiet mehrere Greifvogelhorste - unter anderem des Rotmilans - kartiert wurden, war eine Raumnutzungsanalyse vorgesehen, um die Jagdaktivitäten dieser Greifvögel im Bereich der geplanten Anlage zu überprüfen. Im Rahmen der Brutvogelkartierung konnte nachgewiesen werden, dass das Untersuchungsgebiet mit 60 Brutpaaren einen ›Hotspot‹ des regionalen Feldlerchen-vorkommens enthält. Vor dem Hintergrund der vorliegenden Ergebnisse wurden Vermeidungs- und Minderungskonzepte erarbeitet, die Abschaltszenarien sowie eine spezielle Nutzung der unterhalb der WEA gelegenen Ackerfläche vorsahen. Durch die enge Abstimmung mit dem Auftraggeber und der Genehmigungsbehörde sowie eine professionelle und zügige Projektbearbeitung konnte die Planungs- und Genehmigungsphase ohne wesentliche Behinderungen in der vorgesehenen Zeit abgeschlossen werden. 

Höke Landschaftsarchitektur
Engelbert-Kaempfer-Str. 8
33605 Bielefeld
Tel. (0521) 557442-0
Fax (0521) 557442-39

 

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